Das Projekt

 

Ist schon irgendwie schizophren, Rot-Weiss Essen im Juli 2019.

Einerseits fielen mir mehrere Steine vom Herzen, dass den Worten endlich Taten folgten.

Deutlich wird dies, wenn man sich die Protagonisten von vor drei Jahren in Erinnerung ruft. Lediglich im Aufsichtsrat gab es keine große Personalfluktuation. Von den Spielern befinden sich nur noch Grund, Heller, Lucas, Platzek und Zeiger im aktuellen Kader.

Mir macht das auf eine Art ein mulmiges Gefühl, andererseits Hoffnung auf eine erfolgreichere Zukunft für unseren Verein.

Mulmig deshalb, weil deutlich wird, wie schnelllebig das Geschäft geworden ist. Mulmig auch, weil mir die Menschen, die aktuell die Fernbedienung in der Hand halten, noch fremd sind, ich sie (noch) nicht mit Rot-Weiss Essen in Verbindung bringe. Sowas braucht Zeit. Wohlmöglich brauch´ ich alter Sack halt etwas länger, diesem gefühlten Projekt zu vertrauen

Bisher kommen die „Neuen“ sympathisch, kompetent und erfolgshungrig rüber.

Gut, die Statements der Neuverpflichtungen, warum gerade Rot-Weiss, muss man, nehme ich jedenfalls nicht ernst. Solche Aussagen wie, „Ich will mithelfen, hier was aufzubauen“ etc. liest man dieser Tage massenhaft, auch bei anderen Vereinen. Ist okay, Schwamm drüber.  

Letztendlich wird sich in der Punkterunde zeigen, wer es tatsächlich draufhat, ob man charakterlich wirklich zur Truppe passt.

Hahn, Grote und Kefkir scheinen sich zunächst einen Stammplatz gesichert zu haben. Für viele überraschend, sind vom alten Stamm der wiedererstarkte Platzek, sowie Defensivmann Heber und Techniker Kevin Grund auf dem besten Weg, es ihnen gleichzutun. Reine Vermutung meinerseits.

Die Entscheidungshoheit besitzt eh Cheftrainer Christian Titz. Er ist der Experte, er steht in der Verantwortung. Cheftrainer im wahrsten Sinne des Wortes, gab es in den letzten Jahren an der Hafenstraße nicht wirklich. Mehr als ein Co-Trainer und ein Torwarttrainer standen den bisherigen Übungsleitern nicht zur Verfügung. CT unterstehen immerhin fünf Assistenten. Da kann wirklich von einem Chefposten gesprochen werden.    

Die Basis für eine erfolgreiche Saison ist also vorhanden.

Auch die Fans scheinen Appetit auf den neuen RWE bekommen zu haben.

Nimmt man die bisherigen Dauerkartenverkäufe als Gradmesser, dann braut sich da was zusammen – und zwar etwas Gutes!

Mehr als eine nette Geste empfinde ich die Unterstützung von Marcus Uhlig sowie Jörn Nowak für die Dauerkartenwette zu Gunsten von „Der Wünschewagen“.

Weitere Infos dazu unter www.happos-unkaputt-bar.de 

Auch ein Signal, etwas gemeinsam mit uns Fans auf die Beine zu stellen. Zur Nachahmung empfohlen!

In letzter Zeit wird viel über eine grassierende Euphorie geschrieben. Mag sein, dass sie in Teilen des Umfeldes herrscht. Die Zuschauerzahlen, egal ob zu Trainingsbeginn, bei den bisherigen Vorbereitungsspielen oder bei der Jahreshauptversammlung unterstreichen das nicht unbedingt. Da reicht ein Blick in die Chronik.

Bei mir ist es so: Meine Vorfreude auf den Saisonstart steigt stetig. Ich bin neugierig gespannt, auf das, was mich, uns erwartet.

Den 26.Juli kann ich allerdings kaum noch abwarten!

Rot-Weisse Grüße

der Happo

Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.