Ausblick

 

Der Winter ist auch nicht mehr das, was er mal war. Das bisschen Frost kannste vergessen und Schnee von gestern? Höchstens künstlicher.

Neu ist ist auch, Rot-Weiss Essen lässt die Fans selbst während der, zugegebenermaßen kurzen Winterpause, nicht kalt. Im Gegenteil, das Umfeld ist heiß auf das erste Regio-Spiel am Freitag, gegen die Zweite vom FC Köln. Hoffentlich schlägt sich das auch in der Zahl der Auswärtsfahrer/innen nieder.

Wie es scheint, wurde alles denkbar Mögliche unternommen, damit wir Fans bis zum Ende der Serie 2019/2020 weiterhin träumen, hoffen und mitfiebern können.

Von was? Das überlasse ich jedem selbst.

Ich sag mal, solange Platz eins rechnerisch drin ist, so lange ist es eine geile Spielzeit.

Auch wenn noch kein neuer Stürmer gefunden wurde, Markus Uhlig tat einiges für die Offensive. „Wir wollen hoch!“ Eine klare Ansage – und glaubhaft.

Das Trainingslager kam mir nicht spanisch vor. Alles, was man dort so aus der Ferne mitbekam, ob per „offiziellen“ Videos, über Fan-Vertreter Dirk Kindsgrab, oder Jawattdenn sowie dem Reviersport, stärkte mein Vertrauen in die Verantwortlichen. Das betrifft sämtliche Bereiche im Verein.

Apropos neuer Stürmer. Im Grunde genommen ist Enzo Wirtz eine gefühlte Neuverpflichtung. Nein, er ist kein Heilsbringer, schon gar nicht ein Haaland, aber ein Kämpfer, ein Typ, der mit seiner „unorthodoxen“ Art Fußball zu spielen, einfach zu Rot-Weis Essen passt. Enzo weiß zumindest, wo das Tor steht. Er ist kein Mann für alle Fälle, aber für einige Tore (immer) gut.

Tja, manchmal haben ahnungslose Fans ein Gespür für die richtige Entscheidung. Andererseits spricht es auch für die sportlich Verantwortlichen, flexibel und zeitnah zu reagieren.

Bisher heuerte lediglich Defensivspezialist Jonas Hildebrandt von Hansa Rostock an. Der gebürtige Frankfurter (oder?) verdrängt wohl erstmal „Quarterback“ Dennis Grote vom Spielberichtsbogen. So schnell kanns gehen.

Solange das Transferfenster geöffnet bleibt, wird noch wer dort durchsteigen, in beide Richtungen. Die Frage ist lediglich, wer und wie viele.  

Eine Anmerkung noch zu den Wechselkandidaten Heller und Erwig-Drüppel. Ich finde es unfair, wenn in dem Zusammenhang von Aussitzen der Verträge geschrieben wird. Sie weigern sich doch nicht zu arbeiten. Andersrum regen wir Fans uns oft auf, sobald Spieler von sich aus, trotz gültiger Arbeitspapiere, den Verein verlassen wollen.  Von daher, alles in Ordnung. Aus meiner Sicht jedenfalls.

RWE hat für sich seit Beginn der „Ära“ Nowak/Titz ein bis dahin eher verwaistes Geschäftsfeld entdeckt. Ob gewollt oder ungewollt lass ich mal offen; Junge Akteure mit Perspektive vertraglich binden, um im Falle eines Wechsels wenigstens ein finanzielles Plus zu erwirtschaften. Zumindest ist das mein Eindruck. Der Verein wird als Karriere-Sprungbrett auch für Berater immer interessanter.

Erinnert mich an das sogenannte „Freiburger Modell“. Wobei ein gravierender Unterschied existiert – und damit meine ich nicht die Spielklassen. Beim SC Freiburg richtet sich alles nach deren Spielphilosophie. Selbst wenn ein anderer Trainer als Christian Streich an der Seitenlinie steht, am System an sich ändert sich nichts Grundlegendes. Bei Rot-Weiss Essen dagegen gibt Kautsch Christian Titz vor, welcher Fußballstil zelebriert werden soll.

Keine Kritik, reine Feststellung. Beides hat seinen Reiz.

Zunächst gilt es, erfolgreich ins Jahr 2020 zu starten. Die vielfach erwähnte und vor allen Dingen von außerhalb Essens bestaunte grandiose Stimmung durch RWE-Fans, sollte auch nach dem Auswärtsspiel in Köln für Furore sorgen. Schon alleine, weil man dann gegen Rödinghausen mit breiter Brust und vollbesetzten drei Stadiontribünen, ein echtes Spitzenspiel erleben dürfte.

Holt Rot-Weiss die volle Punktzahl, dann ist alles möglich. ALLES!

Hoffen wir das Beste.

der Happo

Dauergast / 1 Kasten Stauder

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Das Gerstenkorn

Auftaktsieg 2020 in Köln