Bockige Geißböcke gebändigt

Kölns U21 Trainer Mark Zimmermann ist bereits der 17. Coach in dieser Corona-Saison, dem es trotz sicherlich theoretisch erfolgsversprechend ausgearbeiteten Plänen nicht gelang, mit seinem Team den Tabellenführer aus dem Essener Norden eine Niederlage beizubringen.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Meisterlich, was die Neidhart-Truppe über Wochen (überwiegend) abliefert.

Wenn nur nicht diese lästigen Schwarz-Gelben aus Dortmund wie eine Klette an den Essenern kleben würden.

Den Rest der Kontrahenten haben die beiden Clubs aktuell erst einmal abgeschüttelt.

Auch die kleinen Geißböcke.

Das Ergebnis von 3:1 spiegelt in etwa die Kräfteverhältnisse der Partie wider, auch wenn Rot-Weiss aufgrund zahlreicher, teilweise hochkarätiger Torchancen hätte höher gewinnen können.

Allein in der Schlussphase verpassten Plecharty (zweimal), Endres, Platzek und Kefkir, das Torverhältnis nachhaltig zu verbessern. Nobody is perfekt.

Schlüsselszene für mich die Gelb-Rote Karte für Kölns Robert Voloder wegen Foulspiels an der Außenlinie gegen den agilen, aber glücklosen Isaiah Young.

„Typisch Heimschiri“ höre ich die Kölner schimpfen. Ich sag mal so, ein Freistoßpfiff hätte es auch getan, schon alleine, weil die Begegnung äußerst fair geführt wurde.

Gefahr ist fast immer in Verzug, sobald Kevin Grund seinen rechten Arm in die Höhe reckt. So auch diesmal. Der Ball gelangt zu Dennis Grote, der mit dem Rücken zum Tor gewandt, das Runde ins obere Eck des Tores befördert.

Zirkusreif! Artistisch! Großartig!

Die Entscheidung, der Höhepunkt der Partie! Wäre das Eintrittsgeld alleine wert gewesen.

Essens Nummer Sechs ist derzeit in Topform. Alles was er macht, hat Qualität. Selten verliert er einen Zweikampf. Und wenn, dann bügelt er seinen Fehler auch schon mal selbst aus.

Überragend seine Diagonalbälle. Ein Stratege vor dem Herrn.

Kein Wunder, dass Assindia Cardinals ihre Fühler nach dem „Quarterback“ ausgestreckt haben. Echt jezz. 😊

Natürlich gewinnt die Mannschaft in Gemeinschaftsproduktion. Doch wer wie Dennis in der letzten Saison so gut wie ausgemustert wurde, darf ruhig mal als „Held“ gefeiert werden.

Der Vollständigkeit halber die harten Fakten zum Spiel:

1:0 Kehl-Gomez (34.)

2:0 Kefkir (40.)

2:1 Zorn (69.)

3:1 Grote (73.)

Zuschauer im Stadion: ein paar mit Aufgaben beschäftigte Menschen

Zuschauer beim Stream? Die Zahl scheint magisch zu sein. Nichts Genaues erfährt man. Doch der Druck wird größer 😊

Auch für BVB´s U23.

Benedict Weeks, Straelens Schäffkautsch, werkelt bereits fieberhaft an Plan 18, Rot-Weiss Essen endlich zu bezwingen.

Mittwoch werden wir es wissen, ob dieser aufgegangen ist.

Ich glaube, Weeks scheitert. Gut so.

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Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

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