Das Dutzend ist voll – Na dann Prost!

Der Kandidat (auf den Aufstieg) hat zwölf Punkte mehr und das innerhalb von 14 Tagen. Von wegen Corona verlangsamt das Leben.

Die Elf um Christian „The Rock“ Neidhart kommt langsam auf Touren.

Konnte man vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit beim Spiel im Sportpark Nord zu Bonn gut verfolgen, würde der Zyniker anmerken. Nicht ich!  😊

Rot-Weiss trat in den ersten 45 Minuten wie eine Spitzenmannschaft auf. Unaufgeregt, durchdacht, zielstrebig.

Davari musste nicht einmal sein Können zwischen den Pfosten beweisen. Wenn, dann war er als Spieleröffner gefragt.  Eine taktische Variante, auf die mich die zahlreichen Experten unter den Unkaputt-Bar Besuchern aufmerksam machten. Ebenso gerne angewandt wie weite Einwürfe mit Kopfballverlängerungen oder diese Diagonalbälle, um Freiräume auf den Außenbahnen zu schaffen.

Im Grunde genommen einfache Dinge, die aber bezeichnend für die Philosophie von „Kautsch“ Neidhart zu sein scheinen. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?!

Außerdem habe ich den Eindruck, als wenn er den Spielern mehr Verantwortung überträgt, als sein Vorgänger. Diese Freiräume nutzen die Akteure.

Ob es Zufall oder Taktik war, dass die Bonner sehr häufig ins Abseits liefen, kann ich allerdings nicht beurteilen. Da muss ich erst wieder den Rat der Experten einholen.

Natürlich läuft und lief nicht alles glatt.

Die Torausbeute fiel im Gegensatz zu den Spielanteilen in Halbzeit Eins deutlich zu gering aus.

Endres, Engelmann, Kefkir, Grote. Sie alle besaßen gute bis sehr gute Möglichkeiten, um die RWE-Fans am oder vor dem TV, PC, Laptop oder Handy jubeln zu lassen.

Nicht zu vergessen, die paar unüberhörbaren Roten im Stadion. Spione, die aus der Kälte kamen.

Zum Glück befindet sich Kapitän Kehl-Gomez in Top-Form. Zweikampfstark bugsierte er den Ball zu Kefkir, der schulmäßig und unhaltbar ins lange Eck vollendete.

Oguzhan kann halt mehr, als nur Flankeneinwürfe!

Nach dem Pausentee (?) wurde der Gastgeber forscher. Bonn griff früher an, war enger am Mann und agierte insgesamt mutiger.

Die erste Einschussmöglichkeit besaß trotzdem Regio-Bomber Engelmann. Sein Abschluss blieb leider erfolglos.

Riesen Glück, als praktisch im Gegenzug Burak Gencal freistehend und denkbar knapp am Tor vorbeizog.

Es war so knapp, dass die beiden Reporter von Sporttotal den Spielstand auf 1:1 änderten. Wenn´s mehr nicht ist. Ansonsten großes Lob für die Übertragung. Da war jede Sekunde ihr Geld wert.

Ein toller Service, kostenlos, aber nicht umsonst. Danke dafür.

Soccerwatch wird auch noch besser, ganz bestimmt, leider nur nicht preisgünstiger.

Je tiefer der Boden, um so niedriger die Spielqualität. Essen reagierte fast nur noch. Einige Spieler wirkten müde. Sämtliche Wechsel konnte selbst ich nachvollziehen.

Endres, Engelmann, Plecharty und Kefkir mussten, nein, wohl eher durften sie auf der Bank verschnaufen.

So musste der RWE-Tross bis zur allerletzten Spielminute, der 93zigsten, zittern.

Freistoß für den BSC aus zentraler Position, gut 28 Meter vom Essener Gehäuse entfernt. Selbst der baumlange Keeper Jonas „Eugen“ Hupe rückte nach vorne. Der Schuss ging in die Wolken und Rot-Weiss schob sich damit nochmals weiter nach oben.
Die Tabellenspitze ist greifbar nahe.

Zum Ende der Saison müssen sie da oben stehen. Unabhängig davon, wie viele Spiele durchgeführt wurden.

Schade, dass „Adiole“ Adetula der Mannschaft dabei nicht mehr helfen kann, diesen Traum zu verwirklichen. Wünsche ihm viel Glück im Norden. Es gibt schlechtere Adressen im Deutschen Fußball, als Oldenburg.

Herzlich Willkommen an der Hafenstraße, Isaiah Young! Ähnlicher Typ übrigens wie Ayodele, frisurtechnisch gesehen.

Bis Samstag wird der AKKU aufgeladen sein. Da bin ich mir sicher.

Obwohl ich die Spielstätte der Fortunen aus Köln nicht besonders mag – auch weil es da immer so laut ist – liebend gerne würde ich mir das Duell live vor Ort anschauen.

Aber geht ja nicht. Der Live-Stream funzt als Entschädigung hoffentlich erneut.

Wir lesen uns.

Nur der RWE!

Dauergast / 1 Kasten Stauder

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

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