Das Punktefressen geht weiter

2:1 gewonnen!

Klingt knapper, als es das Ergebnis vermuten lässt. Das anschließende Statement von Christian „The Rock“ Neidhart kam mir irgendwie bekannt vor. So, als hätte ich seine Spielbewertung schon irgendwann einmal gelesen, von wegen wir sind geduldig geblieben, hätten mehr Tore erzielen müssen und kamen unnötig noch in Bedrängnis usw.

Klingt nach Phrasen, gibt das Spielgeschehen im Groben allerdings richtig wieder.

Persönlich fand ich die ersten 35 Minuten ziemlich langweilig. Im Stadion kann man wenigstens noch mit Kumpels quasseln. Zu Hause, alleine in Fulerum, lässt die Konzentration schneller nach.

Allerdings ist es mir derzeit fast egal, wie der Spielverlauf sich gestaltet. Hauptsache die „Roten“ gewinnen. Abhaken. Weitermachen. Hoffen.

Der Rest ist Bonus.

Immerhin ärgere ich mich nach wie vor, wenn klare Torchancen versiebt werden. So wie die von Kapitän Marco Kehl-Gomez, als er völlig freistehend gut fünf Meter vor dem gegnerischen Kasten entfernt, den Ball nicht über die Torlinie befördern konnte. Engelmann scheiterte bereits einige Minuten vorher. Kefkir hatte dem Vollstrecker gekonnt vorgelegt.

Für Aachen notierte ich lediglich einen Distanzschuss von Fejzullahu (33.).

Den Wiederanpfiff von Schiri Ernst (gute, unaufgeregte Leistung) verpasste ich knapp. „Ach, ham die Dahmani gebracht?“ Der Ex-Essener schmorte bis dato auf der lautstarken Ersatzbank.

Man spürte zwar, dass er – wie seine Mitspieler – wollte(n), mehr aber auch nicht.

Kehl-Gomez passte von rechts in den Rücken der Aachener Abwehr. Eine kurze Körpertäuschung und Dennis Grote zirkelte den Ball unhaltbar in die Maschen. (50.)

1:0. Verdiente Führung.

Essen wollte mehr.

Pronichev spielte Engelmann hervorragend frei. Der Torjäger blieb zweiter Sieger im Duell mit Keeper Mroß. Hebers Kopfball wurde noch von der Linie gekratzt.

Ein mustergültig vorgetragener Konter sorgte für die Vorentscheidung. Grote passte auf Conde´, der auf Pronichev. Neuer Spielstand 2:0.

Aachen schien geschlagen. Schon vorher.

RWE setzte nicht mehr energisch nach, versuchte vermutlich kräfteschonend das Ding über die Bühne zu bringen.

Unnötig wie überflüssig der Anschlusstreffer in der 88. Minute. Eine Flanke von der rechten Seite verwertete Alemannias Bester, Fejzullahu, per Kopf zum 2:1.Der bis dahin fast komplett arbeitslose Davari musste sich geschlagen geben. Einige Minuten später auch die Gäste.


RWE mit einem weiteren Dreier. Eine eher mittelmäßige Leistung genügte, um als verdienter Sieger den Platz zu verlassen.

Das war das Ziel. Ziel erreicht. Und als Bonbon sprang sogar die Tabellenführung heraus.

Mehr war an diesem Tag nicht zu holen.

P.S. Ab sofort sind je 2€ für unsere „Kasse Drei“ fällig, sollte jemand es sich erdreisten, „Am Ende des Tages…“ von sich zu geben.

Bin sehr gespannt, wieviel dadurch am Ende des Tages zusammenkommt. 😊

Haut rein, gebt alles. Wie die Mannschaft!

Nur der RWE

Legende

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Wuppertal gewuppt

Kleine Geißböcke beenden große Aufstiegsträume