Die Effizienten aus Essen

„Die Mannschaft hat derzeit einen Lauf und wir sagen, dass wir Rot-Weiss Essen zu Hause schlagen können.“

Große Worte, gelassen ausgesprochen. Doch Hombergs Trainer Sunay Acar irrte und zwar gewaltig.

Meiner Einer irrte sich ebenfalls, was die mutmaßliche Aufstellung von Kautsch Christian Neidhart betrifft.

Weber, Platzek, Backzat anstelle von Harenbrock, Endres, Herzenbruch.

Rotation light. Anders als noch letzte Saison, merke ich während des Spiels kaum, dass überhaupt personelle Änderungen vorgenommen wurden.

Bedeutet wohl, die Mannschaft ist intakt.

Und von Beginn an gab sie den Takt an. Bereits nach einer Minute fast der Führungstreffer durch Kefkir, doch Hombergs Keeper Gutkowski mit einer guten Reaktion verhinderte den möglichen Blitztreffer.

Zwei Zeigerumdrehungen später zappelte der Ball dann aber doch im Homberger Tornetz. Nach Schuss vom erneut glänzend aufgelegten Plechaty, staubte Simon Engelmann wie selbstverständlich ab.

Formkrise? Torflaute?  Nächste Frage!

RWE ließ Homberg keine Zeit, um Beton anzurühren. Gekonnt kontrollierte die einzig wahre Mannschaft das Geschehen auf dem Acker.

Erneut scheiterte Plechaty am guten Gutkowski (10.)

Spätestens als Fußballgott Platzek die Kugel zum 2:0 in die Maschen wuchtete (21.), waren meine leichten Bedenken verschwunden.

Die Roten agierten mega cool, selbstsicher, ohne überheblich zu wirken.

Homberg ließ sich nicht hängen. Sie waren weiterhin stets bemüht. Gefährliche Aktionen blieben allerdings aus.

Anders Verteidiger (?) Plechaty. Der Junge aus dem Ruhrgebiet tat nun etwas, was ihm sonst nur selten geschieht. Er erzielte seinen zweiten Saisontreffer. Diesmal sah Gutkowski nicht gut aus.

Maßgeblich am Treffer beteiligt war der bärenstarke Routinier Dennis Grote. Was für ein Zuckerpass.

RWE war einfach wacher, schneller im Kopf und mit den Beinen, als der VfB.

So konnte ich endlich mal den Wiederanpfiff entspannt entgegensehen.

Apropos sehen. Der Stream lief flüssig wie das Essener Spiel. Okay, kein Grund für Jubelarien, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch es tat allen Beteiligten gut, nicht nur Standbilder präsentiert zu bekommen.

Gebt Soccerwatch eine weitere Chance! Sind doch auch Essener.

Kommentator möchte ICH nicht sein, von daher ziehe ich meine Unkaputtbar-Kappe vor den Hobby-Reportern. Wenn ich dagegen manche Profis höre, dann wünsche ich mir häufiger eine Tonstörung.

Die zweiten 45 Minuten verliefen eher unaufgeregt. Verteiltes Spiel ohne große Höhepunkte.

Bis zur 51.Minute.

Grote zirkelte den Ball im Lauf von Engelmann, der eiskalt zum endgültigen K.O. für die Gastgeber abschloss. Die Beiden nennt man wohl Unterschiedsspieler. Der Dritte ist Daniel Heber. Der Vierte Marco Kehl-Gomez.
Die Liste könnte ich weiterführen.

Spielstand und Spielgeschehen änderten sich trotz viermaligem Personalwechsel kaum, auch wenn Harenbrock fast noch zum 5:0 einnetzen konnte. Der Ball streichelte zart den rechten Torpfosten.

Ansonsten spulte der Spitzenreiter locker sein Pensum herunter.

Ein imponierender Auftritt „unseres“ Teams, ohne Schwachpunkte oder große Leistungsschwankungen.

Eigentlich perfekt, wäre da nicht der deutliche Auswärtserfolg der Dortmunder U23 in GE.

Aber wie sagt Christian „The Rock“ immer so schön: „Wir schauen nur auf uns“.

Und da sieht man (heute) nur Gutes.

Mittwoch geht’s weiter. Englische Wochen in Deutschlands Westen.

Dauergast / 1 Kasten Stauder

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Zwei Punkte zu wenig