Lotte ans Kreuz genagelt

Die Sportfreunde aus Lotte erwiesen sich als weitaus schwächerer Gegner, als von mir erwartet. Bin halt nur Laie.

Ärgern wollten sie die Rot-Weissen, so lange wie möglich hinten die Null halten. Ziel erreicht, das muss man ihnen zugestehen, denn RWE benötigte satte 34 Minuten, um hochverdient in Führung zu gehen

Dabei drückten die Neidhart-Schützlinge von Beginn an kräftig auf das Gaspedal. Lotte bekam regelrecht Schnappatmung. Zudem erwies sich der junge Jonny Peitzmeier als hervorragender Schnapper.

Drei Ecken – ein Elfer. Diese Fußballregel aus meiner Kindheit taugt rein gar nicht für Rot-Weiss Essen.

Der bärenstarke und wieselflinke „Isi“ Young wurde im Strafraum regelwidrig vom gebürtigen Bergeborbecker Timo Brauer gelegt. Es lief die 13. Spielminute. Routinier Vlatko Janjic legte sich die Kugel vom Punkt zurecht. Lief an und naja, wie gehabt. Der Keeper hält.

Doch die Essener ließen sich nicht beirren. Mittlerweile wissen sie damit umzugehen.

Angriff auf Angriff wurde in Richtung Gästetor gefahren. Irgendwann musste das Ding reingehen. In der 34 Minute war es dann endlich soweit. Young auf Engelmann. Der staubt ab. 1:0.

Jubel im Stadion Essen.

Es ging weiter wie bei Deiter. Kombination Dürholtz – Harenbrock – Engelmann: 2:0 (38.)

Bis zur Pause erspielte sich der Spitzenreiter weitere Torchancen. Bastians Kopfball wurde von der Torlinie gekratzt. Janjic scheitert an Peitzmeier.

Nach dem Wiederanpfiff unveränderter Druck auf das Gehäuse der Gäste. Der bis dahin beste Mann auf dem Platz, Isaiah Young, krönte seine Leistung mit seinem Treffer zum 3:0. Sandro Plechtay hatte vorbereitet.

Nach 51 Minuten war das Spiel gelaufen. Für mich auf jeden Fall. Endlich mal gemütlich zurücklehnen, gedanklich, denn auf der West muss man jederzeit hellwach sein. Da ist immer Bewegung.

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, marschierte ich irgendwann Richtung Bierstand, orderte eine Lage Gerstensaft und hörte Stadionsprecher-Legende Walter Rüge den Gegentreffer der Lotteraner durchsagen. Euchen hatte auf 3:1 verkürzt. Der eingewechselte Robert Nnaji vergab glücklicherweise eine weitere Großchance der Gäste. Nnaji spricht man übrigens wie Hatschi aus. Nur halt mir N am Anfang. 😊

Da ich mir vorgenommen habe, mehr positiv zu denken und zu schreiben, beende ich hiermit meinen Spielkommentar. Der Rest war eben nicht ganz so positiv.

Die Tabellenführung wurde verteidigt. So kann es bleiben bis zum Happy-End.

In diesem Sinne,

angenehme Woche,

der Happo

Legende

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

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