Makellos gegen Bergisch-Gladbach

Was geschehen ist, kann man nicht ändern. Also konzentriere ich mich hier und jetzt ausschließlich auf das Heute.

Es war ein guter Tag für RWE. Auf und neben dem Platz.

Zugegeben, meine Gedanken drehten sich mehr um die Nachrichten vor dem Anpfiff, als auf das Spiel selbst.

HARFID, aufstrebendes Bauunternehmen mit Standort Essen, bleibt RWE als Trikot- und Hauptsponsor erhalten und das zu verbesserten Konditionen. Wie diese aussehen, ließ man offen. So oder so, eine richtig gute Nachricht für alle Rot-Weissen. Darauf lässt sich aufbauen.

Der Zeitpunkt der Verkündung dieses Deals, lässt die Aussage von Herrn Uhlig zu den ungleichen Waffen, bezogen auf die Möglichkeiten gegenüber dem BVB, in ein anderes Licht erscheinen. Ein Signal für die kommende Saison. Das Umfeld darf hoffen, erneut hoffen. Clever eingestielt. Gute Arbeit vom Vorstandvorsitzenden. Danke an HARFID.

Zufall oder Omen, das Familienunternehmen wirbt mit dem Slogan: Alles bleibt anders – HARFID 4.0

Mit 4:0 besiegten die Neidhart-Schützlinge die abstiegsbedrohten Gäste aus Bergisch-Gladbach, dank einer überzeugenden, engagierten und spielerisch guten Mannschaftsleistung.

Bereits die Aufstellung ließ erahnen, welchen Matchplan „The Rock“ ausgegeben hatte. Alles auf Sieg!

Die Mannschaft setzte die Vorgaben von Beginn an um. Der Gast wie erwartet mit einer defensiven Grundausrichtung.  So lange wie möglich die Null halten, um dann, wenn eben möglich, Konter zu fahren.

RWE war spielbestimmend, Torchancen der Marke hochwertig, blieben allerdings zunächst aus. Im Gegenteil. Die Hohl-Elf ging in der 23. Minute sogar fast in Führung. Heber und Davari verhinderten in einer Gemeinschaftsaktion Schlimmeres.

Jetzt war Schluss mit Lustig. Grote flankte mustergültig auf den lauernden Engelmann, der per Kopf unhaltbar das 1:0 erzielte. (27.)

Ein weiterer seltener Konter, unterband der defensiv überragend auftrumpfende Daniel Heber. Grätschen scheint für ihn keine vorrangige Option zu sein.

Kurz darauf die Vorentscheidung. „Isi“ Young tankte sich durch die Abwehrreihe der Gäste, spielte gekonnt auf Simon Engelmann, der eiskalt einnetzte. (31.)

Gejubelt habe ich nicht, mehr innerlich gefreut. Und da ich nur auf „uns“ schaue, wusste ich nicht, dass die BVB-Reserve ebenfalls mir 2:0 führte.

Auch in der Folgezeit war die Begegnung „nett“ anzuschauen. Zeitweise rollte der Ball gekonnt durch die eigenen Reihen.

Nach dem Wiederanpfiff versuchten die Null-Neuner ihr Bestes, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Sie waren stehts bemüht. Es reichte halt nicht.

RWE besann sich, nachdem sie die ersten Minuten in der zweiten Spielzeit ein wenig abwartend abspulten. Temporeich und zielstrebig ging es Richtung gegnerisches Gehäuse.

Dann ein Pfiff. Elfmeter für RWE. Pronichev soll im Fünf-Meter Raum umgestoßen worden sein. Gesehen habe ich es nicht, doch da kein Essener – auf und neben dem Platz – protestierte, muss der Elfer berechtigt gewesen sein. 😊

In der Regel eine sichere Angelegenheit für den Regler Simon Engelmann. Diesmal traf er nur den Pfosten.

Ärgerlich für ihn. Ich nahms mit Achselzucken zur Kenntnis. Sorgen, keine drei Punkte zu holen, hatte ich niemals. Zu überlegen agierten die spielfreudigen Essener Rot-Weissen.

Ein perfekt vorgetragener Konter über Grote – Harenbrock – Engelmann und es stand 3:0.

Genauso ansehnlich der Treffer zum 4:0. Der eingewechselte Kefkir streckte technisch stark zu Cedric Harenbrock durch, der den herausstürmenden Keeper Stürmer mit einem Lupfer keine Chance ließ.  

Rot-Weiss machte weiter Druck. Besonders Oguzhan Kefkir wusste in dieser Phase zu überzeugen, wie sämtlich eingesetzte Spieler.

Ein Sonderlob muss ich doch noch loswerden. Ich habe nicht mitgezählt, aber die serienmäßig geschlagenen „Gunter-Netzer-Gedächtnis-Pässe“ von Dennis Grote, waren für mich die Highlights dieses Duells zwischen einem Abstiegs- und Aufstiegskandidaten.

Die Bergisch-Gladbacher zeigten sich im Übrigen als sehr faire Sportler.  

Christian Neidhart hat nun die Qual der Wahl, wen er gegen Lippstadt am Mittwoch auflaufen lassen soll. Keine leichte Aufgabe, sowohl der Gegner, wie auch die Aufstellung.

Verdammter Luxus.

In diesem Sinne, man liest sich.

Legende

Geschrieben von Happo

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