Preußen ohne Gloria

Öfter mal was Neues. Heute fang ich einfach hinten an.
Es war in meinen Augen eines der besten Spiele von Rot-Weiss Essen in den letzten Monaten. Was auch am Gegner lag.

Die Preußen reisten zwar Schwertlos an, wollten sich aber keinesfalls kampflos ergeben.

So entwickelte sich ein hochklassiges Viertligaspiel vor leider, leider nur 300 Zuschauern im Stadion und sicherlich einigen Tausend vor PC oder TV. Der Stream von Soccerwatch lief diesmal problemlos, so die übereinstimmenden Aussagen meiner Informanten. Bis auf die eine Szene in der Nachspielzeit, als der bis dahin kaum geprüfte Keeper Davari den Ball unnötigerweise außerhalb des eigenen Strafraums fing und den Preußen die Möglichkeit gab, in allerletzter Minute noch auszugleichen.
Da stoppte nicht nur der Stream

Niemand ist fehlerlos, und mit dem Wissen, dass unser Torwächter seinen Fehler wieder ausbügelte, kann ich großzügig darüber hinwegsehen. Alles halb so wild. Aber wehe, wenn dat Ding drin gewesen wäre.

Beeindruckend mittlerweile, wie bärenstark unsere Defensive auftrumpft. Heber, Hahn, Plecharty, Grund. Eine bessere Viererkette kenne ich in der Regio-West nicht. Kevin Grund bewies mehrfach, und gegen die Preußen besonders deutlich, was für ein Kämpferherz er besitzt. Heber will ich nicht zu viel loben, sonst hebt der noch ab. Aber völlig zurecht. Jeder der Vier kann ein Spiel eröffnen und Druck nach vorne entfachen.

Dennis Grote straft mich Lügen. Seine Passgenauigkeit war über jeden Zweifel erhaben, doch Grätschen kann er und hinten absichern ebenfalls. Note 1!

Was bin ich froh, dass Rot-Weiss an Cedric Harenbrock geglaubt, an ihn festgehalten hat. Der Junge kann´s einfach. Irre ich mich, oder ist er athletischer geworden?
Nicht von ungefähr waren die beiden zuletzt Erwähnten entscheidend am Führungstreffer beteiligt.

Grote erkämpft sich den Ball, leitet auf den sprintenden Harenbrock weiter, der zieht ab. Münsters Torwart Schulze Niehues (der schreibt sich wirklich ohne Bindestrich) muss den Ball nach vorne abprallen lassen. Direkt vor die Füße von Knipser Simon Engelmann. Nicht immer, aber fast immer, hilft noch nicht einmal mehr beten.

Ene, meine, miste, es rappelt in der Kiste! 1:0 für Essen. Man schrieb die 51.Minute.

In Spielhälfte Eins verhinderte das Aluminium gleich dreimal einen Treffer. Zweimal für Rot-Weiss, durch Kapitano Marco Kehl-Gomez (schreibt sich mit Bindestrich) und den diesmal nicht ganz so auffälligen Oguzhan Kefkir, sowie Preußens Joel Grodowski, der zum Glück für die Gastgeber nur den Innenpfosten traf.

Es war nicht so, dass reihenweise Torchancen erspielt wurden, doch die Partie war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Harte Zweikämpfe, schöne Ballstafetten, Emotionen auf beiden Trainersesseln.

Ich hatte richtig Bock, den jungen Young bei der Arbeit zuzusehen.

Ein Plus ist die Bank, der Kader. Er lässt zig Optionen zu. Christian „The Rock“ Neidhart kann aus dem Vollen schöpfen. Eines muss ich noch hinzufügen: Egal wen der „Kautsch“ bringt, geschwächt hat er sein Team noch nie damit. Wenn, dann lief das Spiel an sich nur suboptimal.

Nicht ganz unbeteiligt an der Sache ist Sportdirektor Jörn Nowak. Soviel Zeit muss sein.

Preußen Münster wird mit Sicherheit weiter ein hartnäckiger Konkurrent um den Aufstieg bleiben.

Die Frage ist nur, lässt Corona überhaupt zu, dass ein Aufsteiger ausgespielt werden kann bzw. darf?!

Ganz ehrlich, ich befürchte sogar, dass nicht mehr viele Regionalliga-Spiele in diesem Jahr ausgetragen werden.  

Hoffentlich irre ich mich, wie so häufig.

Wie auch immer, heute bin ich gut drauf – und stolz auf unser Team!

Bis denne,

der Happo

Dauergast / 1 Kasten Stauder

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

1:1 im Südstadion – Es hätte auch andersrum ausgehen können

Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey!