Punktlandung in Aachen

Gastgeber Aachen ist wirklich nicht zu beneiden. Corona, Verletzungssorgen, Spielerrevolte gegen Trainer Vollmerhausen und dann kommt der Spitzenreiter.

Alles deutet auf einen Sieg von RWE hin, auch die Wettquoten.

Die ersten Minuten sprechen eindeutig für RWE. Danach befreit sich Aachen aus der Umklammerung.

In der Folgezeit entwickelt sich ein abwechslungsreiches, kampfbetontes Spiel.

Ich hab´ kein gutes Gefühl diesmal.  Es sind Kleinigkeiten. Die Zuspiele kommen zu ungenau. Selbst ein Einwurf misslingt. Essen dringt einfach nicht in die gefährliche Zone.

Aachen setzt immer wieder zu Kontern an. Das Tor von Jakob Golz gerät allerdings erst in der 27.Minute in Gefahr.

Der starke Stipe Batarilo steht bereit, einen direkten Freistoß aus ungefähr 25 Metern auszuführen. Golz verhindert mit einer grandiosen Flugeinlage den Führungstreffer der Alemannen. Im Geiste höre ich Kampfrentner Bauke murmeln: „Den hätte Jakob festhalten müssen“. 😊

Essens Standards dagegen durchweg harmlos.  

Endres zieht freistehend ab. Mross, Aachens Keeper, pariert. (29.) Ich weiß im Moment nicht, ob sein Vorname Stefan lautet.

Musik ist trotz Fehlen glasklarer Torchancen aber in der Partie.

Mit dem torlosen Unentschieden zur Halbzeit kann ich leben. Bisher. Auch weil die U23 vom BVB zu diesem Zeitpunkt noch kein Tor erzielen konnte.

Die zweiten 45 Minuten beginnen actionreich.

Erst verpasst Plecharty, dann im Gegenzug Aachens Boesen das Führungstor.

Essens Defensive heute mit einigen Lücken.

Immerhin ist auf Dennis Grote Verlass. Sein Diagonalball auf die rechte Außenbahn erreicht Endres, der zurück in die Mitte passt. Harenbrock lässt durchlaufen. Grote zieht ab, trocken und wie an der Schnur gezogen landet der Ball rechts unten im Aachen Gehäuse.

0:1 aus Sicht der Gastgeber.

Sofort setzt Essen nach, sucht die Entscheidung. Es scheint, als zeigt der Treffer Wirkung.

Doch Irrtum. Die Printen geben sich nicht auf. In der 62.Minute fliegt eine scharfe, flache Hereingabe durch den Fünf-Meter Raum vorbei an Freund und Feind. Glück für die Neidhart-Elf.

Glück auch, dass mit Schiri Severins kein sogenannter Heimschiedsrichter das Spiel leitet.

Ob er auch in einem vollen Stadion auf Weiterspielen entschieden hätte, als Batarilo im Laufduell mit Heber im Sechzehner zu Boden fiel? Das heißt nicht, dass es ein Elfmeter war. Gesehen habe ich es nicht, obwohl die Übertragung vorbildlich flimmerte. Der Reporter kann ja nichts dafür, dass er auch Radiohörer informieren muss.

Toller Service, als die Stream-Zuschauerzahl (4200) durchgegeben wird. Nachahmenswert. Mich interessiert schon, wie viele Soccerwatch-Buchungen bei Heimspielen im Stadion Essen jeweils abgeschlossen wurden bzw. werden.

Der Ausgleich fällt dann keineswegs überraschend.

Heber wehrt zu kurz Richtung Golz ab. Dahmani erkennt die Situation und hebt den Ball über Golz hinweg zum 1:1. Ausgerechnet Hamdi. Da hamdi gepennt.
Verdienter Lohn der Aachener. Sicherlich eine kleine Genugtuung für den Ex-Essener. Es sei ihm gegönnt.

Rot-Weiss besitzt zwar noch durch Engelmann eine letzte, klare Einschussmöglichkeit, aber am Ende bleibt es beim leistungsgerechten Unentschieden.

Schade, schade, vor allen Dingen, weil Dortmunds Zweite 3:0 in Bergisch-Gladbach gewinnen konnte.

Keine Ahnung, woran es lag, aber der Aufstiegszug rollte heute nicht so wie in den letzten Begegnungen. Einige Leistungsträger spielten unter ihren Möglichkeiten. Sämtliche Ein- und Auswechslungen waren nachvollziehbar, brachten aber diesmal keine positve Wende.

So ist es nun mal. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.

Es ist alles weiterhin offen. Leichter wird es allerdings nach dem heutigen Spieltag auf keinen Fall, das Ziel Aufstieg zu erreichen.

Aber einfach kann Jede(r). Wir sind schließlich Essener, und zum Glück keine Bayern!

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Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Wuppertal und so…

Bockige Geißböcke gebändigt