Raus aus den Schubladen

Ich fang einfach mal an zu schreiben, ohne zu wissen, wohin es mich führt, ob es überhaupt in der heutigen aufgeputschten Zeit sinnvoll ist, seine Meinung öffentlich und sogar mit Namen zu äußern.

Eines ist klar: Auf die Fresse kriegt man immer was. Außer Anonymus.

Die Wahl in Thüringen, Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump, Rassismusvorwürfe auf Schalke, ebenso gegen Rot-Weiss Essen – die heutige Zeitungsausgabe ist prall gefüllt mit Artikeln über diese Themenfelder.

Das Coronavirus scheint verschwunden zu sein.

Ohne auf die einzelnen Vorgänge einzugehen, was mich zusätzlich erschreckt, ist die Art und Weise wie darüber diskutiert wird, wie tief gespalten, wie hasserfüllt die Meinungen und Vorwürfe rausgeschrien werden.

Als RWE-Fan muss ich dann doch wenigstens ansatzweise auf die aktuellen Ereignisse eingehen.

Rot-Weiss Essen steht für gesellschaftliche Vielfalt. Daran zweifle ich keinesfalls. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man ziemlich genau weiß, welche Gesinnung einzelne Gruppierungen seit Jahren, teilweise seit Jahrzehnten, unverhohlen und offen zur Schau stellen.

Als Fußballfan wünscht man sich Fairness, keine groben Fouls, aber auch keine Schwalben. Nichts anderes als eine solche sehe ich im Verhalten von Aufsichtsratmitglied, Herrn Schöneweiß. Entweder stehe ich zu meiner Meinung oder ich lasse es ganz und falle nicht bei Gegenwind sofort um. Das hat was mit Glaubwürdigkeit zu tun.

Nehmt euch mal ein Beispiel am großen Nachbarn, wo Chefaufklärer Clemens Tönnies alles dafür tut, die „Angelegenheit“ aufzuklären. Ähnlich wie die beiden großen Kirchen den sexuellen Missbrauchsskandal.

Mist, ich kann den Blödsinn einfach nicht lassen, selbst wenn der Hintergrund mehr als traurig ist.

Erschreckend empfinde ich diese Kategorisierungen.

Hier die extremen Linken, dort die radikalen Rechten und dann die breite Masse der Mitte. Sorry, ich weiß echt nicht mehr, was und wer die Mitte sein soll. Ich find mich irgendwie nirgends mehr wieder. Und was sind die vielbeschworenen Westlichen Werte? Etwa, dass der Thüringische Ministerpräsident für einen Tag im Job bereits an die 100.000€ im Sack hat? Verkörpert dieser Mann die gute Mitte?

Ganz ehrlich, ich habe die Schnauze gestrichen voll von diesem Schubladendenken.

Ich bin gegen ideologische Engstirnigkeit

gegen Hass

gegen Gewalt

gegen Gier

gegen Intrigen

gegen Ausbeutung

gegen Heuchelei

gegen Machtmissbrauch

gegen Rechthaberei

gegen Mobbing

 

Wofür ich bin?
Einfach nur für Menschlichkeit.

Übrigens, bevor es zu Missverständnissen kommt: Nein, ich bin kein Gutmensch.

 

Feddich.

 

Dauergast / 1 Kasten Stauder

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Ehre, wem Ehre gebührt – oder auch nicht

Wichtiger Dreier