Affengeiles Ende in Wuppertal

Kommt mal bitte näher heran. Noch ein bisschen. JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!

WAHNSINN!!!

So in etwa hab´ ich nach dem Siegtreffer durch unseren Alpenbomber Selishta gebrüllt. „Selishta, oho, Selishta, ohohoho“. Joaquim Phönix als Joker ist extrem klasse, aber Essens Joker, Hedon, mindestens ebenbürtig.  

Völlig irre, wie die gesamte Mannschaft nach dem Tor über das Feld zu ihren Fans auf der anderen Seite stürmte.

Als der Schlusspfiff dann endlich ertönte, hielten sich Jubel und Erleichterung bei mir die Waage.

Es war ein hartes Stück Arbeit. RWE kriegt nichts und von niemanden etwas geschenkt, höchstens zu Weihnachten.

Ein Feuerwerk brannten die Mannen von Christian Titz auf dem schweren Geläuf im Wuppertaler Zoo-Stadion nicht ab. Das erledigten Teile der „aktiven Fanszene“ vor Abfahrt ins Bergische Land, bei dortiger Ankunft und als der neue Luxusliner mit drei Punkten mehr im Gepäck zur Hafenstraße zurückkehrte.

Jaja, ich weiß, der Begriff „aktive Fanszene“ sorgt bei einigen für Plaque. Keine Ahnung, woher der Begriff stammt, und überhaupt, wer hat´s erfunden? Die Schweizer garantiert nicht. Mir ist das auch ziemlich schnuppe. Für mich ist jede und jeder, der irgendetwas für seinen Verein tut, ein aktiver Fan. Wir ollen Säcke sollten einfach lockerer damit umgehen.

Niemand hat uns daran gehindert, in Wuppertal für Stimmung zu sorgen. Hand aufs Herz, so ganz ist uns das nicht gelungen. Phasenweise ja, Situationsabhängig. Im Grunde genommen passte sich der Support der ca. 1200 Rot-Weissen der dargebotenen sportlichen Qualität an. Und die war mittelprächtig.

Nach gutem Beginn – mit einer Torchance von Kehl-Gomez – schlichen sich erste Unsicherheiten im Spiel der Roten ein.

Einen Ballverlust von Condé (Foul?) nutzte der hochmotivierte Gastgeber für einen blitzschnell vorgetragenen Konter. Aus halbrechter Position knallte Marzullo den Ball freistehend, an Golz vorbei ins untere Toreck.

Die WSV-Fans waren aus dem Häuschen.

RWE lief nicht zum ersten Mal in dieser Saison, einem Rückstand hinterher. Kein leichtes Unterfangen gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner.

Schäffkautsch Christian Titz reagierte, brachte Joshua Endres für den (nicht fitten?) Kevin Grund in die Partie.

Fast noch der Ausgleich vor der Pause, doch Kefkirs Schuss parierte Wuppertals Keeper Lübcke mit einer Glanzparade.

Nach dem Wiederanpfiff zunächst keine großen Aufreger.

RWE tat sich nach wie vor schwer, Tempo ins Spiel zu bringen. Das lag zum einen am ungenauen Passspiel, zum anderen an den zahlreichen Unterbrechungen, weil sich diverse WSV-Spieler „verletzungsbedingt“ auf dem Boden wälzten.

Okay, wer will es ihnen verdenken. Ist legitim und nachvollziehbar, vor allen Dingen, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. Da greift man nicht nur nach jedem Strohhalm, sondern auch auf solche Mittel zurück. Schön und fair ist das allerdings mitnichten.

Dahmani kam für den diesmal blassen Erolind Krasniqi. Rot-Weiss erhöhte den Druck.

Doch ein Standard musste herhalten, um den ersehnten Ausgleichtreffer zu erzielen. Ausgerechnet ein Standard, welche im bisherigen Spielverlauf kaum für Gefahr sorgten.

Ecke Kefkir – Platzek mit einer gekonnten Direktabnahme – 1:1.

Sing: „Der RWE ist wieder da“.

Essens Angriffe liefen fast ausschließlich über die rechte Seite. Wuppertal ackerte, verteidigte, versuchte jetzt im wahrsten Sinne des Wortes, krampfhaft, wenigstens einen Punkt zu retten.

Es sah auch nicht schlecht für sie aus. Großchancen sprangen trotz aller Bemühungen für RWE nicht heraus.

Im Gegenteil. Fast sogar noch der Siegtreffer für die Heimelf, als Heber erneut ausgespielt wurde und Wuppertals Stürmer nur den Außenpfosten traf. Was heißt nur, ein Segen!

Das Happyend habe ich anfangs beschrieben.

Wer solche Spiele gewinnt, dem ist alles zuzutrauen. Muss was dran sein, denn so viele Menschen tickern mir keine Fake-Meldungen per WhatsApp. ????

Dieser Last-Minute-Sieg ist garantiert 1000 Zuschauer wert. Ich freu mich schon mächtig auf den West-Schlager gegen die Alemannia. Möge das Stadion voll werden.

P.S. Gefreut habe ich mich auch für Philipp Zeiger. Endlich konnte er wieder „Kaderluft“ schnuppern. Wer weiß, vielleicht wird das Auslaufmodell bald schon auflaufen. Gerechnet habe ICH nicht mit dieser (positiven) Entwicklung.  

Man sieht sich…

 

Fotos by Super-Knipser Achim

 

Dableiber / 1 Flasche Stauder

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Christian Titz – Der Behauptungsentkräfter-Kautsch

Essen vernascht Printen