Christian Titz – Der Behauptungsentkräfter-Kautsch

Dass unser Kautsch, Christian Titz, ne Menge vom Fußball versteht, ist unstrittig. Und wenn man selbst keine Ahnung hat, muss man nicht unbedingt die Fresse halten (gel, Herr Nuhr), sondern fragt einfach mal nach.

Das habe ich getan. Wie sooft hat mich Tilmann Radix unterstützt und meine “Behauptungen” direkt an CT weitergeleitet.  Der ließ sich nicht lumpen und notierte seine Gedanken mundgerecht zubereitet auf einem Word-Dokument. 
So funktioniert optimale Arbeitsaufteilung. :mrgreen: 

Ich denke, RWE hat nicht nur einen besonderen Trainer an der Außenlinie, sondern auch einen besonders wertvollen Menschen verpflichtet.

So, genug gelabert, hier die Notizen von Christian Titz:

Behauptung:

Aufgrund des großen Kaders plus Trainingsgästen, wird man niemals die stärkste Elf herausfinden.

Die stärkste Elf herauszufinden ist mit das Schwierigste, da ein Kader aus mehr als 11 Spielern besteht mit verschiedenen Spielertypen und dies auch von der Tagesform abhängig ist. Wenn man dauerhaft als Mannschaft erfolgreich sein möchte, muss man in der Breite so aufgestellt sein, dass man Leistungsschwankungen und Verletzungen auffangen und nicht zuletzt auf die Stärken und Schwächen des Gegners eingehen kann. Ich bin aber ein Freund davon, auf ein gewisses Gerüst zu setzen und punktuell Dinge zu verändern.

 

Behauptung:

Torjäger brauchen besonders viel Vertrauen, gerade wenn sie länger nicht mehr getroffen haben. Bei RWE wird nicht danach verfahren.

Bei uns ist es in der Tat so, dass wir uns im Offensivbereich breit und gut aufgestellt haben. Für viele sind Torjäger nur der zentrale Stürmer. Wir spielen aber meist mit drei Spielern im Angriff. Wenn man dann sieht, wie viele Tore die Außenstürmer erzielt und vorbereitet haben, sind das gute Quoten. Dank unserer großen Auswahl in der Offensive können wir uns auch mal situativ nach dem Gegner ausrichten.

 

Behauptung:

Erst wenn Taktik und Personal unabhängig vom Gegner ausgewählt werden, sondern umgekehrt, ist RWE eine Spitzenmannschaft.

Wenn wir uns die Spiele dieser Saison anschauen, dann haben die Gegner gegen uns schon anders gespielt, als in den Spielen zuvor und wir haben versucht unser Spiel durchzubekommen. Ich finde es aber völlig legitim und sogar notwendig, sich auf die Stärken und Schwächen des Gegners vorzubereiten. Alles andere wäre fahrlässig. Es ist unser Job, uns vorher mit dem Gegner zu beschäftigen und unserer Mannschaft wichtige Hinweise mitzugeben, um die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg zu erhöhen.

 

Behauptung:

Aufstieg wird ernsthaft erst nächste Saison angestrebt.

Wer Fußball spielt, der möchte in dem Moment, in dem er rausgeht, immer das Maximum erreichen. Ich finde, dass wir bisher eine gute Saison spielen. Wir stehen unter den Top Vier der Liga und denke, dass wir positiv in die Saison gekommen sind. Einen Aufstieg zu planen, ist etwas sehr Schwieriges. Ich glaube, es gibt kein Team, das Nein sagen würde, wenn es in dieser Saison aufsteigt. Aber wir haben für uns gesagt, wir möchten in dieser Saison oben mitspielen und so viel aus der Saison herausholen, wie möglich. Wenn es für das Maximum reicht, wären wir alle mehr als zufrieden. Aber wir haben ganz klar gesagt, dass wir ein Team über zwei Transferperioden aufbauen.

Behauptung:

Da Du am 01.April geboren wurdest, bist Du zu Scherzen aufgelegt.

(Lacht) Mit den Jahren hat es sich gelegt, dass die Leute mich an meinem Geburtstag reihenweise veräppeln. Ich bin privat tatsächlich ein Mensch, der sehr gerne lacht. Wenn ich aber auf den Platz rausgehe, habe ich einen ganz guten Mix zwischen Lockerheit und Ernsthaftigkeit.

 

Dableiber / 1 Flasche Stauder

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Fiese Tante Lotte

Affengeiles Ende in Wuppertal