RWE gewinnt gegen Straelen und an Strahlkraft

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Person haue ich nun doch noch spontan auf die Tasten, um ein paar Worte über das Spiel Rot-Weiss Essen gegen den SV Straelen zu verlieren.

Verloren haben die Gäste und das nicht zu knapp. Und trotzdem fühlen sich die erzielten vier Tore irgendwie fast schon mau an.

Was für ein Quark, muss ich mich selbst rüffeln. Anfangs wurde gemoppert, weil RWE immer so knappe Spiel ablieferte und mittlerweile mopper ich, weil es gerne auch sechs oder sieben Mal im Gästegehäuse klingeln könnte. Im Bereich des Möglichen lag es allemal.

Immerhin scheinen die mahnenden Worte von Christian „The Rock“ Neidhart gefruchtet zu haben. Die linke Außenbahn (Grund/Kefkir) hat ihr Soll voll erfüllt. Beide Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Wobei der Treffer von Essens Nummer Sieben ein besonderer Augenschmaus war. Von wegen, nur rechten Arm bei Standards heben, Kevin kann auch unten mit rechts.

Den Rest erledigte Simon Engelmann. Temperaturtechnisch angepasst, eiskalt! Mittlerweile ist der „Regler“ bei Sechszehn Toren in dieser Saison angelangt. Was für eine Wahnsinnsquote.

Der Gegentreffer von Lachheb war nicht mehr als Ergebniskosmetik, aber ebenso unnötig.

Gesehen habe ich ihn nicht, wie einige andere Szenen der Begegnung ebenfalls.

Anstelle von bewegten Bildern, flimmerten massig Punkte im Kreis auf meinem TV. Lag aber wohl nicht an Soccerwatch, vielmehr an meiner langsamen Leitung, Internetleitung wohlgemerkt.

Deutschland und Digitalisierung. Finde den Fähler!

Trotzdem hab´ ich genug gesehen, um zu erkennen, der SV Straelen war eindeutig unterlegen. Ein Klassenunterschied innerhalb einer Liga.

Eine solide, abgezockte Mannschaftsleistung reichte, um einen weiteren Heimsieg einzufahren.

Diese fast schon unheimliche, unheimlich schöne Erfolgsserie, erhöht die Strahlkraft des Kul-Clubs aus dem Essener Norden.

Nur so kann es irgendwann gelingen, die Stadt Essen in den Farben rot und weiß erstrahlen zu lassen.

Auf die äußeren Bedingungen brauch ich nicht weiter eingehen, Corona und seine Folgen sind allgegenwärtig, so wie RWE ihm sein ärgster Konkurrent um den Aufstiegsplatz, die U23 vom BVB.

Habe das Gefühl, als spiele man immer gleichzeitig auch gegen die. Man soll ja niemanden was Böses gönnen, aber gegen einen Ausrutscher der Schwarz-Gelben habe ich keine Einwände. Typisch, da liegen sie mal wie gestern gegen Oberhausen zurück, dann zaubert Watzke und Co anstelle der Gelben, eine Nebelwand über den Spielort. Grauenhaft!

Bei aller Rivalität, bei aller Kritik an der Entwicklung der Borussen als Verein, ich kann nicht verstehen, wie man unsere ehemaligen (?) Freunde als Dreckschweine oder ähnlich beschimpft.

Es gibt genug Gründe dem Finanzgebaren der Dortmunder kritisch gegenüber zu stehen – das tue ich ebenfalls – aber deren Fans lieben ihren Club genauso wie wir unseren RWE. Als „Roter“ in Dortmund ist man immer ein gern gesehener Gast, jedenfalls überwiegend. Liegt möglicherweise auch an meinem hohen Alter, in der berüchtigten Westkurve gemeinsam mit BVBlern gestanden zu haben. Hatte was von Normalität.

Mir geht’s einfach nur um die Ausdrucksweise.

Mit Werder Bremen kann ich z.B. persönlich nicht viel anfangen, respektiere aber die Fan-Freundschaften einiger Gruppen.

Lieben kann ich eh nur einen Club, dem geilsten Verein wo gibt, Rot-Weiss Essen!

In diesem Sinne,

bis spätestens Samstag, dann hat das Lotterleben ein Ende.

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Bockige Geißböcke gebändigt

Es muss nicht immer Kaviar sein