RWE siegt in Lippstadt

Die guten Nachrichten vorweg:
RWE siegt erneut und bleibt Tabellenführer.

Der Gastgeber SV Lippstadt 08 trat am Samstag den 25.09.2021 gegen die Gäste von Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West (Westdeutscher Fußballverband) am 9. Spieltag vor 800 Zuschauern an. Ort der Austragung: Liebelt-Arena (Stadion). Die Akteure trennten sich zum Abpfiff mit einem 1 : 2. Am Ende des Tages hieß der Gewinner der Partie: Rot-Weiss Essen. Niklas Dardenne war der Schiedsrichter der Partie in der Region Westdeutschland. Unterstützt wurde er von seinen Assistenten Peter Bonczek und Lukas Fischer.

Für die Heimmannschaft stellt sich die Frage, wie es zu diesem Resultat kommen konnte. Das Ergebnis dieser Partie ist das derzeit schlechteste für den Heimverteidiger SV Lippstadt 08.

Nicht wundern, diese Zeilen dürfte eine Künstliche Intelligenz erschaffen haben. Gefunden auf news.de.

Ja, wie konnte es zu diesem Ergebnis kommen, einem so engen?

Die Frage ist schnell zu beantworten. Wer selbst glasklare Torchancen liegen lässt, muss am Ende halt zittern.  Die größte Möglichkeit versemmelte der kleinste Essener, Kevin Holzweiler, als er in der 23.Minute völlig freistehend aus fünf Meter die Kugel meilenweit über das Gehäuse beförderte. Chancenwucher pur.

Bis auf die ersten 10 Minuten, wo sich beide Teams noch abtasteten, dominierten die Roten nach Belieben, Geduldig suchten sie Lücken im Lippstädter Abwehrbollwerk und fanden einige davon. Engelmann, Janjic, Dürholtz hatten das 1:0 auf dem Fuß.

Ein Standart hilft nicht immer, aber immer öfter. Ecke Dürholtz, Kopfball Rios Alonso. 1:0 (38.). Na also.

Janjic hätte durchaus noch für die beruhigende 2:0 Führung sorgen können. Hadder aber nicht.

Eine starke erste Halbzeit vom Tabellenführer. Fast perfekt, wäre das Runde häufiger ins Eckige gegangen. Abseitstore zählen halt nicht.

Wenn RWE auf diesem Niveau auch die zweiten 45 Minuten bestreitet, kann es nur einen Sieger geben. Meine Gedanken von der Kautsch.

Es sah zunächst danach aus.

Janjic, Engelmann und Bastians waren nah dran, das Ergebnis höher zu schrauben. Unfassbar, diese verpassten Möglichkeiten.

In der 53. Minute tatsächlich eine Ecke für den Gastgeber. Von diesem Zeitpunkt an, kippte das Spiel nach und nach. Lippstadt mutiger, bissiger. Es wurde ruppiger. Bastians musste ne Menge einstecken. Aber auch die Roten können austeilen. Dürholtz bekam zu Recht Gelb vom meiner Meinung nach gut pfeifenden Schiedsrichter Niklas Dadenne, Sohn des ehemaligen FIFA-Referees Georg, obwohl Essens Bank zweimal Elfmeter forderte.

In Minute 68 zeigte der SVL, wie effektiv man Fußball spielen kann. Eine Chance, ein Tor.

Paolo Maiella nutzte eine Unachtsamkeit, netzte unhaltbar für den bis dahin beschäftigungslosen Davari ein.

Ärgerlich hoch drei.

Rot-Weiss schüttelte sich kurz, Coach Neidhart wechselte Qualität ein. Harenbrock und Kefkir ersetzten Janjic sowie Young. Holzweiler hatte bereits einige Minuten vorher für Voelcke Platz machen müssen.  Die Personalwechsel blieben nicht ohne Wirkung.

Youngster Voelcke zeigte in einigen Szenen, was für ein Potential in ihm steckt. Unaufhaltsam sprintete er die linke Außenbahn entlang, bediente Kefkir, der aus der Drehung knapp am Tor vorbeizielte.

Besser machte es Sandro Plechaty in der 74.Minute, dem der Ball nach Hereingabe von Voelcke mehr zufällig vor die Füße fiel. Überlegt versengte der offensive Defensivakteur die Kugel ins lange Eck.

Besser kann man nicht antworten.

Lippstadt gab sich (leider) nicht geschlagen. Vor allen Dingen Maiella sorgte für Gefahr. Zum Glück war Essens Keeper Davari auf dem Posten. Zweimal verhinderte der ehemalige Iranische Nationaltorhüter den Ausgleich.

Christian Neidhart änderte die Marschroute. Sicherheit first, nahm den glücklosen Simon Engelmann aus der Partie und brachte dafür Felix Herzenbruch. In den wenigen Minuten überzeugte der Abwehrrecke mit cleveren Aktionen.

Endlich der erlösende Abpfiff nach 94 Minuten.
RWE machte es unnötig spannend. Hauptsache es ist gut gegangen.

Kompliment an die Lippstädter, auch für ihren Support. Klein, aber fein.

Das Match habe ich wie die meisten RWE-Fans vor dem heimischen TV verfolgt. Besser als nichts. Die Übertragung war trotz fehlender Zeitlupen und dem schon recht üppigen Preis noch okay, auch weil die Kommentatoren ihre Sache hervorragend machten, inclusive Stefan Lorenz. Nur die Fan-Gesänge vom Band hätte man sich sparen können.

Es geht halt nix über Live-Besuche, selbst wenn die Sicht nur suboptimal ist. Mit der richtigen Vereinsbrille kann man das wunderbar ausgleichen.

Oberhausen kann kommen. Schade, ist noch so lange bis dahin.

Legende

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

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