RWE streicht gegen Kiel die Pokal-Segel

Es war eine schöne Zeit im DFB-Pokalwettbewerb. Für Mannschaft, Verein und selbst für uns Fans vor den Flimmerkisten.

Man spricht über Rot-Weiss Essen. Deutschlandweit und zwar mit Respekt. Den hat sich die Mannschaft ehrlich erarbeitet. Das Wort Mannschaft ist in diesem Falle kein Werbegag, die Neidhart-Truppe ist eine Einheit.

Ich kann es nicht beweisen, behaupte trotzdem, der Plan von Christian „The Rock“ Neidhart, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten, keinen bzw. keinen frühen Gegentreffer einzufangen, schien der richtige, erfolgsversprechensde Plan gewesen zu sein.

Die erste Viertelstunde gehörte den Hausherren. Vier Ecken für Essen, leider kein Treffer.
Kiel wirkte in dieser Phase leicht verunsichert, wusste nicht so recht, wie man gegen diese Essener erfolgreich bestehen kann.

Schleichend veränderte sich das Spielgeschehen. Der Zweitligist mit mehr Ballbesitz.

Endgültig in die andere Richtung lief es nach dem „diskussionswürdigen“ Elfmeterpfiff von Schiri Schmidt. Holsteins Finn Porath rutsche rückwärts in den grätschenden Dennis Grote und kam bei dieser Übung zu Fall.

Gefühlsmäßig klarer Elfer, da von Seiten der Rot-Weissen kaum sicht- und hörbare Proteste folgten. Die bewegten Bilder entlarvten die Entscheidung als falsch. Ein krasses Fehlurteil vom Stuttgarter Referee. Für sowas gibt es ja den Videobeweis. Dachte ich.

Der Videoschiedsrichter muss entweder eine Pinkelpause eingelegt oder sich vielleicht einen Porno reingezogen haben.

Wie heißt der?
Hartmann?

Hartmann, ach so, dann ist die Sache klar.

Klar auch, dass Alexander Mühling den geschenkten Elfer sicher verwandelte.

Nur zwei Zeigerumdrehungen später die Vorentscheidung. Langer Ball auf Fin Bartels. Fin mit einem “n”. Der verlängert per Kopf vorbei an Davari auf den zum langen Pfosten geeilten Stürmer Serra. Heber´s Rettungsaktion blieb erfolglos

Neuer Spielstand 0:2.

So ärgerlich und unglücklich der Treffer aus Essener Sicht auch fiel, Kiel bewies damit eindrucksvoll, was Effizienz ausmacht. Clever und genau zum richtigen Zeitpunkt zuschlagen.

Rot-Weiss mühte sich weiterhin ab.
Kurz vor dem Pausenpfiff fast noch der Anschlusstreffer durch den unermüdlich rackernden Kapitän Kehl-Gomez. Abgeblockt.

Nein, ein Fußballfeuerwerk lieferte keines der beiden Teams ab, dafür sorgten Fans außerhalb des Stadionringes.

Mit unverändertem Personal gingen beide Teams die zweite Halbzeit an. Gerechnet hatte ich mit der Auswechslung von Isaiah Young, dem so gut wie nichts gelang.

Erst im weiteren Verlauf tauschte “Kautsch” Neidhart das Personal, um doch noch die Wende zu schaffen.
Am grundsätzlichen Spielgeschehen änderte das leider kaum etwas.

RWE versuchte den Anschlusstreffer zu erzielen. Kiel verwaltete unaufgeregt den Vorsprung, unterbrochen nur von wenigen Kontern.
Vergeblich hoffte ich auf eine Art Konzessionsentscheidung. Vielleicht versucht Schiri Schmidt seinen Fehler wiedergutzumachen.
Doch Essen drang erst gar nicht gefährlich in den Strafraum ein. Kiel riegelte den Sechszehner ab, wie der THW den Siebenmeterraum.

In den letzten 10 Minuten gab es dann doch noch Arbeit für Holsteins Keeper Gelios, doch sämtliche Schussversuche aus aussichtsreichen Positionen waren unpräzise oder zu lasch.

Dem 0:3 in der 90.Minute ging ein Fehler von Hahn voraus. Typisch für dieses Match, der Schlenzer von Mees wurde unhaltbar für Davari abgefälscht.

Schade, es hat nicht sollen sein. Gratulation an Holstein Kiel. Es gibt sicherlich unsympathischere Vereine.

Rot-Weiss Essen ist ausgeschieden. Mein Sky-Ticket hab´ ich bereits gestern gekündigt.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, der DFB auch.

Bis Sonntag ist das Ding verdaut. Fortuna Köln wird es zu spüren bekommen.

Auf ein Neues, auf RWE!

Hero

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

RWE ist Life, aber nicht live

Essen souverän