Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey!

Es läuft.

Drei Tore erzielt, keines zugelassen. Tabellenspitze erklommen.
Und ganz nebenbei, auch Soccerwatch wird immer besser.

Es war ein ruckelfreies, unaufgeregtes Spiel mit einem verdienten Sieger.
Nur eines war es nicht: ein Derby!

Das funktioniert eben ohne Fans nicht. Egal, was die hiesigen Gazetten auch schreiben mögen. Wobei, die interessieren sich eh nur für zwei Clubs im Revier.

Auf Christian Neidhart ist Verlass. Verletzt sich kein Spieler, kann die Aufstellung bereits lange vor dem Anpfiff auf Papier gedruckt und verteilt werden.
Ist schon fast so was wie Gewohnheitsrecht. Ich hab nix dagegen.

Gegen eine frühe Führung erst recht nicht. Keine 11 Minuten waren gespielt, als der Ball eher zufällig vor die Füße von Cedric Harenbrock rollte. Sein Schuss landete abgefälscht und somit unhaltbar für Oberhausens Keeper Heekeren im Gehäuse der Gäste.

1:0!

Anschließend kontrollierte RWE das Geschehen. RWO versuchte zwar zu stören, allerdings ohne den letzten Biss.

Auffällig in dieser Phase des Spiels, wie Essens Mittelfeldakteure immer die Positionen wechselten. Auffällig aber auch, dass Sprinter Young heute nicht seinen besten Tag erwischt zu haben schien.

Mit fortdauernder Spielzeit verflachte die Partie. Es war gefährlich, sich auf der Kautsch lang zu machen, jedenfalls gefährlicher, als die bisherigen Angriffe der Oberhauseneraner.

So abgezockt agiert halt ein abgeklärtes Spitzenteam. Doch wie sagt die freundliche Wurstverkäuferin immer: „Darf es auch etwas mehr sein?“

Halbzeit. Gut so.

Weniger gut, dass Kevin Grund verletzungsbedingt passen musste. Probleme mit dem Hüftbeuger.

Für ihn kam ein weiterer Ex-Oberhausener ins Spiel, Felix Herzenbruch. Das zeigt, wie stark der Kader der Essener mit Hilfe vom Ex-Oberhausener Sportdirektor, Jörn Nowak, zusammengestellt wurde.

Keine zwei Minuten waren gespielt, als Kapitän Kehl-Gomez nach einer kurzen Drehung den Ball zum 2:0 in die Maschen wuchtete. Ein klasse Tor vom erneut bärenstarken Kapitano.

Ohne ein Feuerwerk zu entfachen, kam RWE in Abständen immer wieder zu Tormöglichkeiten. Isaiah Young versemmelte die Größte.

Seine Herausnahme war selbst für einen Laien vorhersehbar. Es gibt so Tage….

Keine Eingewöhnungsphase benötigte der eingewechselte Joshua Endres. Hellwach setzte er Cedric Harenbrock in Szene, der jedoch am starken Schlussmann Heekeren scheiterte.

Ein paar Leichtsinnsfehler schlichen nun ein. Davari blieb aufmerksam, klärte unspektakulär, wenn nötig. Und das war sehr selten.

Als Christian „The Rock“ Neidhart fünf Minuten vor dem regulären Spielende, den neuesten Neuzugang, Felix Weber für Kefkir tauschte, war die Begegnung gefühlsmäßig bereits entschieden.

Einer geht noch, dachte sich wohl Simon Engelmann.

Es lief bereits die 91.Minute, als Endres Heekeren zu einer weiteren Parade zwang. Den Abpraller staubte unsere Nummer Elf ab.

3:0!

Bjarne Mädel ist der Tatortreiniger. Simon Engelmann, der Abstauber. Demnächst auf Netflix.

Der gut pfeifende Schiri Fuchs war schlau genug, die Begegnung erst gar nicht mehr frei zu geben.

Auf dem Rasen war eh alles geklärt.

Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey!

Heute auf jeden Fall. Alles andere liegt nicht in unserer Macht.

Okay, das Spiel riss mich nicht gerade von der Kautsch – auch weil ich wohlmöglich schon zu verwöhnt bin? – doch in dieser Form ist RWE auf jeden Fall

„DER SCHRECK VOM NIEDERRHEIN“

Dauergast / 1 Kasten Stauder

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Preußen ohne Gloria

Zwei Punkte zu wenig