Tabellenführung gegen Underdog verteidigt

12500 Zuschauer – Zweitligareif

1:1  –  es hätte auch anders rum lauten können

Spielqualität – mittelprächtig

Die Vorfreude ist meistens die schönste Freude. Jetzt, nach etwas Abstand zum Spiel, muss ich dem zustimmen.

Aus Essener Sicht waren die ersten 20, 25 Minuten sehenswert. Die Neidhart-Schützlinge hatten das Geschehen auf dem grünen Rasen im Griff. Folgerichtig auch die Führung durch Kefkir, der nach feiner Vorarbeit des läuferisch starken „Isi“ Young den Ball ins Tor beförderte. (12)

RWE obenauf, auch auf den Rängen.

Oberhausen ließ sich allerdings nicht vom Rückstand beirren. Jerome Propheter prüfte Davari gleich zweimal. Essens Keeper reagierte beide Male hervorragend. Die Partie war umkämpft, spielerische Glanzlichter sowie Torchancen blieben Ausnahmen.

Nach dem Seitenwechsel ging es ruppig zur Sache. Gelb für Oberhausens Heinz (Nachname nicht bekannt) sowie für Simon Engelmann. Ungewöhnlich für den Torjäger mit Ladehemmung, Klaß musste verletzungsbedingt den Platz verlassen.

Rios Alonso hätte auf 2:0 erhöhen können, seinem Kopfball fehlte allerdings die Wucht.

Besser machten es die Gäste. Oubeyapwa, nicht nur wegen seiner Frisur auffällig, setzte in Höhe der Mittellinie zu einem Sololauf an, man ließ ihn gewähren. Pass auf Kreyer. Trockener Schuss, drin das Ding. Ausgleich.

Bis zum Abpfiff habe ich keine atemberaubenden Szenen gespeichert. Mir fehlte der unbändige Siegeswille, von beiden Seiten.

Auch die Personalentscheidungen blieben diesmal wirkungslos.

Es war eine zerfahrene Partie. Selbst die Stimmung ließ meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Nur hin und wieder wurde es laut. Oberhausens Anhang war von der West aus nur zu sehen, jedoch kaum zu hören. Die Akustik im Stadion Essen ist halt allenfalls suboptimal.

Davari und Herzenbruch (wegen seinem Kampfgeist), sowie Rios Alonso verdienten sich auf Essener Seite Bestnoten.

Wie auch immer, Rot-Weiss bleibt Spitzenreiter, obwohl die Spitzen derzeit stumpf sind. Die Saison wird spannend bleiben. Beruhigend zu wissen, dass keine Übermannschaft um den Aufstieg mitspielt.

RWE: Davari – Plechaty, Herzenbruch, Rios Alonso, Bastians – Grote, Dürholtz – Kefkir (85. Voelcke), Harenbrock (72. Holzweiler), Young (86. Heim) – Engelmann (72. Janjic).

RWO: Heekeren – Winter, Öztürk, Klaß (57. Stappmann), Fassnacht – Propheter, Holthaus (62. Buckmaier) – Oubeyapwa, Bulut (46. Odenthal), Heinz (62. Kabambi) – Kreyer.

Schiedsrichter: Kevin Domnick (Duisburg).

Legende

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

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