Unentschieden im Topspiel

Das Spiel ist gelaufen, die Saison noch lange nicht. So das Fazit nach dem Remis der beiden Aufstiegskandidaten RWE und BVB U23 an der Hafenstraße 97A.

Ergebnistechnisch gab es keinen Sieger, einen Gewinner gab es meiner Meinung trotzdem: Der Fußball und sei es auch nur Viertklassig.

Beide Teams schenkten sich nichts, kämpften und rackerten auf schwer bespielbaren Untergrund bis zum Abpfiff. Was fehlte waren die Fans und aus Sicht eines Roten, ein Dreier für RWE.

Doch sportlich fair muss ich zugeben, die Jung-Borussen aus Dortmund haben sich den Punkt mehr als verdient. Zum Ende hin waren sie dem Auswärtssieg sogar einen Tick näher, als der Gastgeber.

Auch die Anfangsphase gehörte den Gästen. Unübersichtliche Szene vor dem Gehäuse von Davari, Raschis Schussversuch wurde zum Glück geblockt.  

Die gegenüber dem Münsterspiel veränderte Offensive (Conde´, Endres, Young) musste sich noch finden. Und sie fanden schnell zu einander.

Ein erster, zaghafter Angriff mit einem ebensolchen Abschluss von Backszat deutete an, was Christian Neidhart sich von den Umstellungen vermutlich versprach.

Kurz darauf der Führungstreffer. Condé passte auf Backszat, der auf seinen Ex-Rödinghauser Kumpel Engelmann und es stand 1:0 für RWE!

Riesenjubel in Fulerum-City und ganz sicher nicht nur dort.

Rot-Weiss wurde mutiger, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Der Ball lief zeitweise gekonnt durch die eigenen Reihen. Herrliche Kombination im Sechszehner der Dortmunder, nur der Abschluss vom extrem laufstarken Young war weniger gelungen. Doch solche Szenen zeigten Wirkung. Dortmund war gewarnt.

Die Partie wurde ruppiger. Ein intensives Spiel.

Fast das 2:0. Felix Backszat verpasste die Hereingabe von Young denkbar knapp.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit brannte es lichterloh vor dem Essener Tor. Zunächst rettete Heber sensationell, so, wie es wohl in keinem Lehrbuch des DFB nachzulesen ist. Nach der anschließenden Ecke rettete der Pfosten und dann rettete der Abseitspfiff des insgesamt fair (nicht gut) pfeifenden Schiri Fuchs die Essener vor dem Ausgleich.

Beide Trainer sahen keine Veranlassung, personelle Veränderungen vorzunehmen.

Trotzdem änderte sich das Spielgeschehen. Dortmund erhöhte den Druck und die Schreihälse von der Gästebank die Oktavzahl. Kaum auszuhalten, also drehte ich den Ton runter auf Minimal.

Minimal auch nur noch die Angriffsbemühungen von Rot-Weiss. Dortmund bestimmte das Tempo und das war verdammt hoch. Nur in Tornähe kamen auch sie selten, was für die gute Defensivarbeit der Roten sprach.

Nur einmal musste Davari sein Können unter Beweis stellen. Wieder ging er bei einer eins-zu-eins Situation als Sieger hervor. Erneut war es der agile Tachie, der für Gefahr sorgte.

Torjäger Tigges dagegen fiel mehr durch Lamentieren auf.

So war es kein Zufall, dass Tachie ungehindert eine langgezogene Bakir-Flanke von der linken Außenposition per Flugkopfball ins Tor beförderte. (76.) Unhaltbar für Davari.

Die Begegnung lebte immer mehr von der Spannung. Die Schwarz-Gelben mit mehr Ballbesitz, Essen reagierte (fast) nur noch.

Riesen Möglichkeiten sprangen allerdings nicht mehr heraus.

Die jeweiligen Aus- und Einwechslungen blieben auf beiden Seiten ohne Auswirkungen auf das Spielgeschehen.

RWE nach meiner laienhaften Einschätzung mit der reiferen Spielanlage, aber nur so lange die Kraft der Mittelfeldstrategen reichte.
Zufall oder nicht, „The Rock“ Neidhart wechselte die neu in die Startelf beförderten Akteure, Endres, Conde´ sowie Young im Laufe der Partie wieder aus. Enttäuscht dürften sie unseren Kautsch eher nicht haben.

Die U23 der Dortmunder Borussen wirkte konditionell stärker. Eine Frage der späten Geburt? Eher nicht, obwohl die Zahlen es vermuten lassen. Das Durchschnittsalter der Startelf von RWE betrug 28 Jahre, während die Westfalen mit einer Truppe von 22,27 Jahren anfingen.

Unter dem Strich, eine gerechte Punkteteilung. Alles beim Alten. Alles noch offen.

Das sagt der Alte,

der Happo

Geschrieben von Happo

Auf einen Psyhopathen mehr oder weniger, kommt es nicht an.

Spiel verloren – nicht die Saison

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